Deutschland entdecken: Lustschlösser

Teil 1

Die Anfänge der Renaissance brachten dem Adel den Wunsch nach repräsentativen Schlössern, die den bis dahin gängigen Burgen den Rang abliefen. Sie ließen prunkvolle Residenzen erbauen, Gärtner schufen zauberhafte Gärten, jedoch veränderte sich auch das Protokoll am Hof.
Der Adel sehnte sich nach Intimität und einem gelockerten Ambiente, was zu der Erbauung von Lustschlössern führte. In diese Räume hatte meist nur ein bestimmter Personenkreis Zugang. Dort wurde dem Vergnügen gefrönt: Musik, Kunst, Tanz, Literatur und auch Mätressen standen dem Adel zur Verfügung.
Heutzutage finden in diesen Schlössern, auch Jagdschlösser genannt, kulturelle Veranstaltungen statt. Die Gärten und Parks werden zu jeder Jahreszeit gepflegt und Besucher sind gerne gesehen.
Eines der am bekanntesten Schlösser in Deutschland ist wahrscheinlich Schloss Sanssouci (franz. „Ohne Sorge“), mit seinen weitläufigen Gärten. Besucher können an Führungen teilnehmen oder eigenständig durch den Park spazieren. Tipp: Besuchen Sie auch das Belvedere auf dem Klausberg in Potsdam.

In verschiedenen deutschen Städten lassen sich Lustschlösser des Adels finden, beispielsweise das Schloss Favorite in Ludwigsburg oder das Schloss Lustheim in Oberschleißheim (München).
Erleben Sie auf Städtereisen einen Moment der Ruhe, wenn Sie durch Gärten und Schlösser flanieren.