Sehenswürdigkeiten in Turin

Altstadt

Bei einem Rundgang durch die Altstadt kann man den Ausgangspunkt Piazza Castello wählen. Der Piazza Castello ist eingerahmt von bedeutenden Gebäuden der Stadt und mitten auf dem Piazza befindet sich das aus den antiken Stadtmauern von Turin erbaute mittelalterliche Castello, der bekannte Palazzo Madama, in dem sich heute das Museum der antiken Kunst befindet. Seinen Namen hat der Palazzo durch die regierenden Königinnen (1848-1864) erhalten, die diesem durch den Meister Juvarra sein heutiges Aussehen mit der großartigen Fassade und der breiten Treppe verliehen.

Palazzo Madama Turin

Palazzo Madama

Gegenüber dem Palazzo Madama, innerhalb der Stadtmauern befindet sich das Teatro Regio. Ein Besuch des Opernhauses von Turin mit seinen hochklassigen Aufführungen lohnt sich.

Auf der Piazza Castello befindet sich die Kirche San Lorenzo. Hier kann man die auffällige Kuppel der Kirche, die ein Meisterwerk des religiösen Barocks darstellt, bestaunen.

Piazzo Castello Turin

Piazzo Castello

Eine weitere Sehenswürdigkeit von Turin kann man sehen, wenn man durch das eiserne Tor geht und von der Piazzo Castello auf die Piazetta Reale gelangt. Hier steht der Königspalast, den Palazzo Reale mit seiner eleganten Fassade. In dem prunkvollen Palast herrschten die Savoyer. Daneben befinden sich die königliche Waffensammlung und die königliche Bibliothek. Hinter dem Palazzo Reale erstrecken sich die königlichen Gärten.

Piazetta Reale

Durchquert man die Piazetta Reale und geht links durch den Torbogen, befindet man sich neben dem Dom San Giovanni (1498) mit seiner Renaissancefassade. Bemerkenswert ist, dass der Glockenturm neben dem Dom bereits vor diesem erbaut wurde. Berühmt ist der Dom vor allem durch seinen einmaligen Schatz. In der Kapelle des heiligen Tuchs mit der auffälligen Spitze hinter dem Dom befindet sich die Sindone, das Leichentuch Christi.

Es wird vermutet, dass Jesus mit diesem Tuch eingehüllt wurde, nachdem er vom Kreuz abgenommen wurde. Zu sehen ist das Original nur alle 25 Jahre. Die Kapelle des heiligen Tuches befindet sich hinter dem Altar und man gelangt über zwei Treppen aus schwarzem Marmor, die sich links und rechts vom Altar befinden, in die Kapelle. Auch das Innere der Kapelle besteht aus schwarzem Marmor.

Im Dom befindet sich hinter Glas eine Nachbildung des Grabtuches in Originalgröße, auf der das Abbild einer menschlichen Gestalt und die Abdrücke deren Körperteile zu sehen sind. Wissenschaftler haben versucht, die Todesursache von Jesus aus den Blutspuren zu ermitteln.

Verlässt man den Dom, sieht man rechts die eine weitere Sehenswürdigkeit von Turin, die Mauerreste des Stadttors Porta Palatina, der letzen Dokumente Turins aus der Römerzeit.

Mole Antonelliana

Turins bekanntestes Wahrzeichen ist das 167,50 Meter hohe Gebäude, die "Mole Antonelliana". Das Gebäude wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts eigentlich als Synagoge geplant, heute wird es allerdings als Filmmuseum benützt. Ein unbedingtes Muss für jeden Turin-Reisenden ist die Fahrt mit dem Glas-Aufzug auf dessen Spitze. Hier erleben Sie einen atemberaubenden Blick über die ganze Stadt. Leider kann der Aufzug nur wenige Personen auf einmal befördern, daher ist in der Hochsaison eine längere Wartezeit einzuplanen. Aber wenn man erst einmal oben angekommen ist, macht sich das Warten durch den herrlichen Panoramablick über die Stadt bezahlt. Die Fahrt mit dem Aufzug kostet rund € 4,00.

Ägyptische Museum

Eine Sehenswürdigkeit von Turin ist das Ägyptische Museum. Dieses Museum ist das wichtigste ägyptische Museum der Welt nach Kairo. In ihr befinden sich sehr wichtige und kostbare Artefakte. Die erste Sammlung altägyptischer Kunst, die die Eröffnung des Museums im Jahre 1824 gestattete, geht auf die Arbeit von Bernardino Drovetti zurück. Zu der anfänglichen Sammlung von 5.628 Artefakten kamen weitere Sammelstücke dazu, die aus den Speditionen Anfang des 20. Jahrhunderts stammen. In dieser Zeit war es noch gang und gäbe, die Fundstücke zwischen Ägypten und den Speditionen zu teilen.

Das Museum ist so aufgebaut, dass man Ägypten auf zweierlei Weisen besuchen kann: entweder in chronologischer Folge (Erdgeschoss) oder in thematischer Folge (1. Obergeschoss). Im Museum wurden Gräber und Tempeln nachgebaut, die man auch von innen besichtigen kann und somit eine Rundreise in der Geschichte ermöglicht. Die zurzeit im Museum aufbewahrten 30.000 Funde gestatten eine Zeitreise ab dem paläolithischen Zeitalter bis zur Angliederung Ägyptens zum Römischen Reich, zur Verbreitung des Christentums und der koptischen Sprache. Der Eintritt kostet 6,50  €.

Automobilmuseum

Das im Jahre 1960 eröffnete Automobilmuseum Turins ist einer der wenigen Museen, das vollkommen den weltweiten Verkehrsmitteln gewidmet ist. Im Museum befinden über 170 Exemplare, die die Entwicklung der Automobile ab ihrem Entstehen in den 80er-Jahren des 19. Jahrhunderts bis heute dokumentieren. Das Museumsgebäude wurde eigens hierfür vom Architekten Amedeo Albertini entworfen und erbaut. Mit dem Bau wurde im April 1958 begonnen und man benötigte zwei Jahre, bis das Gebäude fertiggestellt war.

Insbesondere ist die tragende Lösung der Verbindungsflanschen zwischen dem Haupt- und Nebengebäuden mittels umgekippten Pyramiden und die Fassade selbst beachtenswert. Die Fassade in konvexer Form wird von einer Stahlkonstruktion gehalten, die 60 Tonnen wiegt und auf vier großen Stahlbetonsäulen gestellt ist. Zu den Fahrzeugen, die eigens für das Museum von Carlo Biscaretti gesammelt wurden, befindet sich im Museum eine umfangreiche Dokumentation, Fotos und Bücher, die von der Familie Canestrini übergeben wurden. Ein Bereich des Museums ist ausschließlich Rennwagen gewidmet, während im historischen Saal der Pneumatik kurzfristige Ausstellungen stattfinden. Im Inneren des Gebäudes werden außerdem Kunstgegenstände aufbewahrt, die sich an wichtigen Persönlichkeiten und Marken des Automobilismus inspirieren.

Das Museum ist mit einem Eingang für Behinderte, einem internen kostenfreien Parkplatz, Bookshop und Cafeteria ausgestattet. Der Eintritt kostet 5,50  €.