Sehenswürdigkeiten in Lissabon

Esplanade

Lissabon ist sehr gut geeignet, die Sehenswürdigkeiten zu Fuß zu entdecken. Die weitläufige Esplanade längs des Tejo, die Praça do Comercio, ist der Haupteingang in die Stadt. Von hier aus flohen Dom Joao VI. und sein Hof 1807 nach Brasilien. Vor der Stadterkundung sollte man von der Praça aus ein Schiff Richtung Cacilhas nehmen (alle 10 Minuten), um sich einen Gesamteindruck von den sieben Hügeln und der Struktur der Stadt zu verschaffen.

Baixa Lissabon

Baixa

Eine weitere Sehenswürdigkeit von Lissabon ist die Baixa (Unterstadt). Sie ist das Herz der Stadt.

Das Zentrum wird durchschnitten von der Rua Augusta, einer von Cafés, Restaurants und Geschäften gesäumten Fußgängerzone.

Mosaiken aus wellenförmigen Motiven, bei deren längeren Betrachtung einem schwindelig wird, verzieren die Bürgersteige des Rossio.

Zusammen mit der Praça da Figueira bildet er den neuralgischen Mittelpunkt von Lissabon, wo man von einem der zahlreichen Cafés aus die kulturelle Vielfalt des städtischen Lebens beobachten kann.

Der Untergrund der Baixa ist durchlöchert von Tunneln, mutmaßlichen Überresten römischer Thermen aus dem 1. Jahrhundert. Ein Abstieg in die Eingeweide der Baixa ist zwar nicht möglich, aber mit Lissabons berühmtester Straßenbahnlinie kann man das Viertel mit Leichtigkeit durchqueren. Von der Haltestelle am Rossio schleppt die Straßenbahn Nr. 28 ihre Passagiere ächzend bis zum Vorplatz der (Kathedrale) und in die alten Viertel Alfama und Graça hinauf.

Alfama

Der Stadtteil Alfama (arab. alhama bedeutet so viel wie "Bäder" oder "heiße Quellen") bezaubert mit seinem Labyrinth mittelalterlicher Gässchen und Gänge, deren maurische Prägung in einigen Ecken noch immer deutlich zutage tritt. Die Gipfel seiner drei Hügel bieten herrliche Ausblicke. In dem Viertel mit seinen netten Cafés und kleinen Verkaufsständen herrscht eine familiäre, beinahe dörfliche Atmosphäre, durchdrungen vom Duft gegrillter Sardinen und dem Gezwitscher von Kanarienvögeln.

Um nach Chiado zu gelangen, sollte der prächtige schmiedeeiserne Elevador de Santa Justa benutzt werden. In diesem Stadtteil bekommt man einen Eindruck der Schäden, die das Erdbeben von 1755 und die darauf folgenden Feuersbrünste verursacht haben. Besonders bemerkenswert ist der Anblick der Ruinen des im gotischen Stil erbauten Convento do Carmo, dem größten religiösen Bauwerk seiner Zeit in Lissabon.

Bairro Alto

Für einen wahrhaft majestätischen Zugang zum Bairro Alto, dies war ehemals ein vornehmes Wohnviertel, in dem noch einige prunkvolle Wohnsitze des 17. Jahrhunderts zu besichtigen sind, und heute das Zentrum des Nachtlebens in Lissabon ist, empfiehlt sich der Elevador da Gloria oder der Elevador da Bica.

Vom Miradouro da Senhora do Monte genießt man den schönsten Blick auf Lissabons unterschiedliche Stadtviertel.

An Sehenswürdigkeiten bietet die portugiesische Metropole über gut 50 Museen, da hat man die Qual der Wahl. Nachstehend einige Empfehlungen für Museen. Keinesfalls versäumen sollte man das Museu de Calouste Gulbenkian mit seiner herrlichen Gemäldeausstellung berühmter europäischer Meister, darunter Rembrandt, Rubens und Renoir sowie antiquarischen Möbeln und orientalischer Kunst. Im Centro de Arte Moderna findet man alte und neue Werke portugiesischer Künstler. Das interessante Museu do Azulejo ist der Geschichte der Kachelmalerei gewidmet und besitzt darüber hinaus faszinierende Exponate aus dem 15. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Die wohl bedeutendste Kunstsammlung des Landes ist im Museu Nacional de Arte Antiga untergebracht; seine Schätze reichen von Gemälden alter Meister über Keramik, Porzellan und Möbel aus aller Welt bis hin zu Schmuck.

Parque Florestal de Monsanto

Auch die unzähligen Parks und Gärten gehören zu den Sehenswürdigkeiten von Lissabon, darunter der Parque Florestal de Monsanto, eine große, mit Pinien und Eichen bewaldete Fläche im Westen der Stadt, der hübsche subtropische Jardim Botânico mit seinen Kakteen und Palmen, der Jardim da Estrela, der an die sehenswerte neoklassizistische Basílica da Estrela angrenzt, und der große Parque Eduardo VII., in dem es Treibhäuser mit exotischen Arten und seltenen tropischen Pflanzen zu sehen gibt.

Ein Aufenthalt in Lissabon sollte unbedingt einen Abstecher in das 28 km entfernte Sintra einschließen. Die kleine Stadt – von der UNESCO als Weltkulturerbe eingestuft – ist leicht mit dem Zug zu erreichen. Um den größten Touristenandrang zu vermeiden, nutzt man am besten die frühen Morgenstunden oder den späten Nachmittag und Abend. Es ist ohnehin am schönsten, einfach durch die von Palästen gesäumten Straßen zu flanieren und die Atmosphäre der Lissabonner Aristokratie einzuatmen.

Sé Patriarcal

Eine ebenso beeindruckende Sehenswürdigkeit von Lissabon ist die Lissaboner Kathedrale Sé Patriarcal. Diese wurde bereits Mitte des 12. Jahrhunderts erbaut und musste sich bis in die Gegenwart vielen Veränderungen hingeben, wovon die etwas unausgeglichen wirkende Architektur aus verschiedenen Stilepochen zeugt. Beeindruckend wirkt die Wuchtigkeit des Bauwerks.

Ein perfektes Symbol für das bedeutende Zeitalter der Entdeckungen ist Mosteiro do Jeronimos mit seiner Kirche Santa Maria. Das gewaltige Meisterwerk manuelinischer Kunst zeugt von dem Reichtum, den die Seefahrer aus den Kolonien mitbrachten.

Torre de Belem Lissabon

Torre de Bélem

Ein Wahrzeichen von Lissabon ist der Torre de Bélem, ein entzückendes Bauwerk aus einem viereckigem Turm und einem Bollwerk auf sechseckigem Grundriss.

Ursprünglich lag die lange als Staatsgefängnis dienende Festung mitten im Tejo, aber die natürliche und künstliche Veränderung des Flusslaufs brachten es an Land.