Garten Sanssouci

Deutschland entdecken: Lustschlösser

Teil 1

Die Anfänge der Renaissance brachten dem Adel den Wunsch nach repräsentativen Schlössern, die den bis dahin gängigen Burgen den Rang abliefen. Sie ließen prunkvolle Residenzen erbauen, Gärtner schufen zauberhafte Gärten, jedoch veränderte sich auch das Protokoll am Hof.
Der Adel sehnte sich nach Intimität und einem gelockerten Ambiente, was zu der Erbauung von Lustschlössern führte. In diese Räume hatte meist nur ein bestimmter Personenkreis Zugang. Dort wurde dem Vergnügen gefrönt: Musik, Kunst, Tanz, Literatur und auch Mätressen standen dem Adel zur Verfügung.
Heutzutage finden in diesen Schlössern, auch Jagdschlösser genannt, kulturelle Veranstaltungen statt. Die Gärten und Parks werden zu jeder Jahreszeit gepflegt und Besucher sind gerne gesehen.
Eines der am bekanntesten Schlösser in Deutschland ist wahrscheinlich Schloss Sanssouci (franz. „Ohne Sorge“), mit seinen weitläufigen Gärten. Besucher können an Führungen teilnehmen oder eigenständig durch den Park spazieren. Tipp: Besuchen Sie auch das Belvedere auf dem Klausberg in Potsdam.

In verschiedenen deutschen Städten lassen sich Lustschlösser des Adels finden, beispielsweise das Schloss Favorite in Ludwigsburg oder das Schloss Lustheim in Oberschleißheim (München).
Erleben Sie auf Städtereisen einen Moment der Ruhe, wenn Sie durch Gärten und Schlösser flanieren.

 

Ein ungewöhnlicher Spazierweg, oder Fledermäuse beobachten auf der Promenade Plantèe

Promenade Plantèe - Über den Dächern von Paris

Promenade Plantèe - Über den Dächern von Paris

Ein wunderschöner Wanderweg gesäumt von aufwendig angelegten Gärten – wer hätte gedacht, dass sich so eine Anlage mitten in beziehungsweise über Paris befindet. Das ist die Promenade Plantèe; ein sehr ausgefallener Park.  An jeder Stelle zeigt sich eine andere Seite der Stadt und eine komplett neue Szenerie. Wundert euch also nicht, wenn ihr nach  schönen Rosengärten auf einmal zwischen Reihen moderner Appartment-Häuser durchspaziert.

Auf dem Weg befinden sich auch einige Tunnel in denen im Sommer tausende Fledermäuse wohnen. Immer  an warmen Tagen, wenn der Dunst kommt, kann man die Tiere beim Rein – und Rausfliegen aus ihren „Höhlen“ beobachten. Ein Anblick, den man sich nicht entgehen lassen darf!

Die Promenade Plantèe erstreckt  sich 4,5 Kilometer über die Straßen von Paris und ist die perfekte Möglichkeit für Einheimische und Reisende abzuschalten oder das Verkehrstreiben von oben zu betrachten.

Sie wurde 1990 auf einer ehemaligen Bahnstrecke von Landschaftsgärtnern angelegt.
Der erhabene Teil des Spazierweges, welcher sich ca. 30 Meter über den geschäftigen Pariser Straßen befindet, ist über 1,5 Kilometer lang und  wird vom Viaduct des Arts getragen. Das Viadukt wurde 1998 restauriert und so vor dem geplanten Abriss gerettet. Heute ist es Heim für ein Cafè, ein Restaurant, mehrere Gallerien, Ateliers von Pariser Designern, Skulpturenbauern, Violinen-Herstellern und Restaurierern von Kunst-Objekten.

Man erreicht die Promenade Plantèe am einfachsten, wenn man sich auf den Place de la Bastille begibt und dann nach der Opera de Bastille Ausschau hält – ein großes eher rundes Gebäude mit einer Glasfront und nachgebildeten Stufen vorne.  Steht man direkt vor dem Gebäude muss man rechts vorbei gehen und einfach der Rue de Lyon folgen bis man auf der linken Seite ein Viaduct – das Viaduct des Artes– erblickt.
An einer Ecke befindet sich eine graue Treppe mit einem Schild auf dem der Park angeschrieben ist. Über die Treppe beim Eingang kommt man direkt auf die Promenade Platèe.

Also unterbrecht eure Sightseeing Touren in Paris für ein „sight“ der besonderen Art  und lasst euch von der Vielfältigkeit des ungewöhnlichsten Pariser Parks überraschen.